Modernes Content Editing

von Nicolai Schwarz | Screenguide #37, Editorial

Die Zeiten, in denen ein einfacher WYSIWYG-Editor für alle Inhalte einer Website gereicht hat, sind lange vorbei. Redakteure dürfen heutzutage erwarten, dass es eine benutzerfreundliche Lösung gibt, um auch komplexere Inhalte wie Bildergalerien, Formulare und mehrere Textspalten einbinden zu können.

 

Content-Management-Systeme müssen eine ganze Reihe an Features bieten: sei es Medienverwaltung, Mehrsprachigkeit, Versionierung, Shop-Elemente, schicke Themes, Social Media, Rollen und Rechte, Anbindungen an externe Systeme oder Maßnahmen, um die Barrierefreiheit oder Performance zu verbessern. Die eigentliche Pflege der Inhalte gibt den Systemen zwar ihren Namen, ist aber nur ein Element von vielen.

In den letzten Jahren glänzten beim Content Editing insbesondere die Plattform Medium mit ihrem sehr reduzierten Editor und einige Web-Baukästen. Diese sind bei Webworkern zwar nicht besonders beliebt, weil der erzeugte Code einiges zu wünschen übrig lässt, aber das reine Anlegen der Inhalte hat sich bei manchen Baukästen erstaunlich benutzerfreundlich entwickelt. Nils Pooker wirft ab Seite 26 einen genaueren Blick auf Web-Baukästen, insbesondere auf den Anbieter Jimdo, und kommt zu dem Schluss, dass der Baukasten für kleine Projekte eine gute Alternative zu statischen Websites oder WordPress bietet.

Die großen Content-Management-Systeme hinken auf diesem Gebiet im Vergleich etwas hinterher, was die Möglichkeiten und die Benutzerfreundlichkeit angeht. Aber derzeit gibt es jede Menge Initiativen, um das zu ändern. David Remer stellt ab Seite 62 Gutenberg vor, den neuen Editor für WordPress. Im Anschluss zeigt Ihnen Sebastian Böttger, wie Typo3 von der Initiative einer einzelnen Firma profitiert, um endlich echtes Frontend Editing umzusetzen. Und Meinolf Droste erklärt Ihnen, wie sich Webentwickler in Drupal mit zwei Modulen ein System für Atomic-Design-Komponenten zusammenbauen können.

Neben diesem Schwerpunkt geben Ihnen unsere Autoren Tipps für Social-Media-Analysen, Workshops und Apps; stellen neue Software wie Presentator oder den neuen Firefox Quantum vor; und werfen einen Blick in die Zukunft, wenn es um die Web Content Accessibility Guidelines, neue Ideen für CSS-Eigenschaften und moderne Bildformate geht. Denn neben Content Editing gibt es jede Menge anderer interessanter Themen im Web.

„Sweet Christmas!”
Nicolai Schwarz

Nicolai Schwarz 

Nicolai Schwarz

kümmert sich am liebsten um guten Content. So auch bei der Screenguide. Wenn er dort nicht gerade Artikel redigiert, arbeitet er als selbstständiger Designer und Webentwickler, hauptsächlich in
Drupal-Projekten. Für ein paar kleine Projekte freundet er sich gerade mit Craft CMS an.

Twitter: @textformer

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