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Technologien personalisieren Einkaufserlebnis
Ergebnisse eine Online-Konsumentenbefragung 2012
12. October 2012
In einer repräsentativen Online-Konsumentenbefragung wurden im Juni 2012 über eintausend Nutzer ab 18 Jahren von dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG zur "Zukunft der Handels" befragt. Mit dem von eBay initiierten Projekt verschafft der Online-Marktplatz in Zusammenarbeit mit Experten und der Öffentlichkeit Einblicke in die Entwicklung des Handels und die langfristigen Trends beim Ein- und Verkaufen.
RFID-Technologie
Verbraucher werden sich in Zukunft nicht mehr über einen vergessenen Einkaufszettel ärgern. Die Experten im Rahmen des Projektes "Die Zukunft des Handels" gehen davon aus, dass Kunden vom Supermarkt aus über Mobiltelefon mit Hilfe elektromagnetischer Wellen überprüfen können, ob noch ausreichend Milch und Saft im Kühlschrank ist - eine alte Geschichte, die langsam aber sicher Realität wird. Auch über die sogenannte RFID-Technologie hinaus, die diese automatische Identifizierung und Lokalisierung von Produkten ermöglicht, werden technische Neuerungen Verbrauchern in Zukunft einen unkomplizierteren und persönlicheren Einkauf bieten, prognostizieren die Experten. Unter den Experten sind Thomas Bendig vom Fraunhofer Verbund für Informations- und Kommunikationstechnologie und Robert A. Wieland, eschäftsführer von TNS Infratest GmbH sowie Prof. Dr. Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein.
QR-Code
Schon heute können Verbraucher im stationären Handel über ihr Smartphone zusätzliche Informationen über Produkte recherchieren. Bei den Verbrauchern kommen diese Technologien gut an: 60 Prozent der Verbraucher haben beispielsweise laut der Umfrage schon mindestens einmal mit dem Smartphone Barcodes gescannt. Überrachend: Etwas weniger vertraut sind die Verbraucher dagegen noch immer mit QR-Code-Scannern. Lediglich die Hälfte der Befragten hat schon mal QR-Codes gescannt.
Augmented Reality und Augmented Identity
Auch Augmented Reality soll zukünftig ein wichtiger Bestandteil des Einkaufs werden - das sagen zumindest die Experten voraus: Denkbar wäre es zum Beispiel, dass Verbraucher zukünftig direkt vor dem Ladenregal mit Hilfe ihres Smartphones einen individuellen Preis (der ihnen beispielsweise dank einer Treuekarte zustehen würde) angezeigt bekommen, oder personalisierte Produkthinweise abrufen können. Die Untersuchung hat gezeigt, Verbraucher sind Neuerungen im Bereich der Augmented Reality durchaus aufgeschlossen: Mehr als drei Viertel der Befragten halten es für möglich, dass sie in Zukunft Produkte oder Bilder in ihrer Umgebung mit dem Mobiltelefon scannen können, um zusätzliche Informationen zu erhalten. Nach Meinung von Martin, Tschopp, Geschäftsführer von eBay in Deutschland, werden die Möglichkeiten, die Augmented Reality bietet, heute noch häufig unterschätzt. "Den Verbrauchern kann mit Augmented Reality ein persönlicheres und aufregenderes Einkaufserlebnis geboten werden. Den Händlern ermöglichen die neuen Technologien, ihre Produkte innovativer und emotionaler zu präsentieren." so Tschopp.
Applikationen, die auf Basis einzelner Elemente eines Outfits beispielsweise Vorschläge zu Kombinationsmöglichkeiten geben können, sind eine spannende Einkaufshilfe, und die Hälfte der Befragten der Untersuchung hält eine zukünftige virtuelle Kleideranprobe für auch bereits für möglich. ebay hat daher bereits Augmented Reality-Elemente in ihrer Fashion-App integriert und will die Nutzung entsprechender Technologien in der Zukunft auch weiter ausbauen. Die Grenzen der Augmented Reality liegen für Konsumenten in der Einbindung des Tastsinns: Nur 15 Prozent der Konsumenten können sich vorstellen, dass Produkte mit dem Mobiltelefon auch haptisch fühlbar sein werden.
"Neben der Augmented Reality wird sich auch das Konzept der Erweiterten Identität (Augmented Identity) durchsetzen. Die digitale Erweiterung unser Identität speist sich aus persönlichen Daten im Netz, wie Communities oder dem digitalen Personalausweis. Um uns durch die Datenflut zu navigieren, gleicht sie persönliche Daten, Interessen und aktive Such- und Dienstanfragen mit der realen Umgebung und uns umgebenden smarten Objekten und anderen Akteuren ab.“ so Thomas Bendig, teilnehmender Experte beim Projekt "Zukunft des Handels" und Geschäftsführer des Fraunhofer-Verbundes IuK-Technologie.
Smart Devices beeinflussen die Zukunft des Handels
Thomas Bendig schätzt, dass Technik zukünftig immer weniger als solche erkennbar sein wird. Smart Devices spielen eine zentrale Rolle bei dieser Entwicklung. Ihr Aussehen und ihre Steuerung werden sich stark verändern. Laut der Experten wird die Bedienung in Zukunft über Sprache und Gestik möglich sein. Auch Verbraucher glauben, dass Sprachsteuerung und eine Bedienung über Gesten die Gerätebedienung nochmal verändern wird. Über das Aussehen der Geräte treffen Experten und Verbraucher unterschiedliche Vorhersagen. Während einige Experten High-Tech-Geräte wie Brillen oder Uhren mit vollwertigen Computersystemen voraussagen, sind Konsumenten hier eher zurückhaltend. Einig sind sich Konsumenten und Experten aber darin, dass Smart Devices auf absehbare Zeit externe Geräte bleiben und nicht Teil des Körpers werden.
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