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Kaum Marketing-Budgets für Social Commerce

Social Commerce ist für die meisten deutschen Online-Händler noch kein Thema

3. Juli 2012

Der Studie "Social Commerce im Online-Handel 2012" von Become Europe, einer Tochter des weltweit führenden Preisvergleichs-Anbieters mit Sitz in Silicon Valley, zufolge geben fas 90 Prozent der Händler bislang höchstens zehn Prozent ihres gesamten Marketing-Budgets für Social Commerce Maßnahmen aus. Der Grund liegt darin, dass nur rund 20 Prozent der Händler glauben, dass ein Engagement im Social Commerce signifikante Veränderungen im Geschäftserfolg bewirken kann.

Wie wichtig ist den deutschen Online-Shops Social Commerce? Diese Frage stand im Zentrum der Studie, die vor allem eines zeigt: die Unsicherheit bei Social Commerce ist auf Seiten der Online-Händler groß. Zwar geben 45 Prozent an, sich bereits in sozialen Netzwerken zu engagieren, aber nur 22 Prozent der Befragten glauben, dass sie damit ihren Geschäftserfolg signifikant verändern können.

Interessent ist auch die Quote der Social Commerce Verweigerer: 33 Prozent der Händler sind bislang noch gar nicht im Social Web aktiv und etwa ein Viertel aller Befragten geben an, gerade in der Planungsphase zu stecken. Als Grund für das Nicht-Engagement im Social Web nennen die Händler den zu hohen Aufwand (38 %) in Verbindung mit der Einschätzung, dass sich dieser finanziell nicht auszahlen würde. Zudem glauben ein Drittel der Befragten, dass für ihre Zielgruppe Social Commerce nicht relevant sei. Möglicherweise nur ein fadenscheiniges Argument, da soziale Netzwerke ja nichts anderes als ein Querschnitt durch die Bevölkerung sind. Überdies werden fehlende Tools zur Erfolgsmessung von Social Commerce als Hinderungsgrund genannt.

Geringe Budgets

Angesichts der Skepsis gegenüber Social Commerce verwundert es nicht, dass 87 Prozent der deutschen Händler bislang nur bis zu zehn Prozent ihres gesamten Marketingbudgets für Social Commerce Maßnahmen ausgeben. Gerade einmal zehn Prozent der Händler sind mutiger und investieren 10-20 Prozent ihres Budgets. Das Ranking der tatsächlichen Social Commerce-Aktivitäten unter den Shops sieht wie folgt aus:

  • 89 Prozent der Händler betreiben eine eigene Facebook Fan Page
  • 48 Prozent haben einen Twitter Account
  • 38 Prozent machen Werbung auf Social Media Plattformen

Neukundengewinnung und Branding stehen mit über 50% aller Antworten an der Spitze der Motivationsgründe, warum Händler im Social Commerce Bereich aktiv werden. Zudem spielt das Thema Kundenbindung für die Hälfte aller Unternehmen eine wichtige Rolle. Das ist das Ergebnis einer Online- Händler-Umfrage, die von Become Europe unter 1000 Shops und 2400 Händlern aus dem Become-Netzwerk im Mai 2012 durchgeführt wurde.

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