Der große CMS-Vergleich

von Gernot Schulmeister | Screenguide #28, Webentwicklung

Das richtige Content-Management-System zu finden, kann eine umfangreiche Aufgabe werden. Meist schauen sich Webworker zwei, drei bekannte Systeme an und entscheiden sich für eines. In diesem Vergleich geht es um gleich sechs populäre Open-Source-Systeme, mit denen jeweils das gleiche Beispiel-Projekt umgesetzt wird.

Logos der Content-Management-Systeme aus dem Artikel 

Kommentare

pixelbine
am 29.09.2015 - 13:43

Hallo,

vorab ich finde einen CMS-Vergleich gut. Aber was war der Grund alte Versionen der CMS zu vergleichen? Die Contao Version ist z. B. aus April 2014 und wie ich bei Angie Radtke lese ist es bei Joomla ähnlich. Sorry aber wer will alte Test-Vergleiche lesen? Ich nicht.

Nicolai Schwarz
am 01.10.2015 - 13:04

Ja, das haben wir natürlich diskutiert.

Aber zum einen macht eine Version vom April 2014 nicht gleich den ganzen Test unbrauchbar. Wieviel sich ändert hängt natürlich vom System ab. Bei Drupal 7 ist es zum Beispiel so, dass sich große Unterschiede erst mit Drupal 8 ergeben werden. Die Core-Version von Anfang 2014 ist bei Drupal durchaus mit der heutigen Core-Version vergleichbar. Bei anderen System mag es hier und da Änderungen gegeben haben, trotzdem bleiben grundlegende Philosophien und Aufbau des CMS ja gleich.

Und zum anderen ist es ist einfach unrealistisch, einen umfangreichen Test aktueller CMS für ein Magazin hinzubekommen. Die eigentlichen Tests nehmen sehr viel Zeit in Anspruch. Wenn jemand dafür bezahlt wird, kann er das hier beschriebene Testprojekt mit allen Systemen vielleicht in vier bis acht Wochen umsetzen. Wenn das aber unbezahlt nebenbei läuft, ziehen sich die Tests in die Länge. Hier eben über ein Jahr.

Das ist nicht ideal, aber aus dem Test lassen sich trotzdem genug Informationen herausziehen.

Gernot Schulmeister
am 03.11.2015 - 23:05

Ja, das ist eine Schwäche des Tests, wie er auch andere Schwächen hat. Ich habe halt nicht immer so intensiv in meiner Freizeit daran gearbeitet, deswegen hat es länger gedauert ;-). Aber so eine Evaluierung hätte auch mit den aktuellsten Versionen eine geringe Halbwertszeit und wäre spätestens nach einem halben Jahr veraltet.

Der einzig, bleibende Wert könnten die ausprobierten Evaluierungsmethoden sein und die Erfahrungen daraus, wenn jemand einen derartigen Test noch einmal in einer besseren und standardisierteren Form wiederholen möchte. 

CMS Vergleiche gibt es ja viele, aber eine Evaluierung anhand einer praktischen Umsetzung ist Neuland, zumindest kenne ich keine anderen, derartigen Tests?

vG

Gernot

Daniel Kyburz
am 01.10.2015 - 11:24

Das Ergebnis dieses Vergleichs freut mich als langjährigem Typo3-Nutzer sehr, denn TYPO3 liegt darin auf dem zweiten Gesamtrang!

Stefan Bruggmann
am 02.10.2015 - 13:36

Hi,

interessanter Artikel.
Ich hätte mich nicht getraut eine direkte Gegenüberstellung von CMS in dieser Ebene zu veröffentlichen. Zu schnelllebig ist dieser Bereich und zu stark hängt der Nutzen und die Effizienz vom Weg und der Erfahrung des entsprechenden Entwicklers ab.

Was mir als langjähriger TYPO3 und enthusiastischem Neos Entwickler im Artikel ganz klar fehlt, ist die Sicht von einem Experten des jeweiligen Systemes. Das würde einerseits die effektiven Möglichkeiten und Anhaltspunkte zur weiteren Lernkurve aufzeigen.

Denn im professionellen Bereich ist es aus meiner Sicht viel wichtiger was ich nach den ersten Lernphasen für Ergebnisse erziele und nicht wie ich mich beim ersten Versuch schlage.

Lg Stefan

Susanna Künzl
am 17.10.2015 - 11:14

Ich habe den CMS-Vergleich begeistert zur Hand genommen, war aber nach der Lektüre etwas enttäuscht. Ein direkter Vergleich der Systeme mit demselben Projekt ist mE nicht sinnvoll, da hier seitenbasierte CMS artikelbasierten gegenübergestellt werden; auch sind die Schwerpunkte bei den Systemen recht unterschiedlich gesetzt. Ich arbeite zwar meist mit TYPO3, schätze aber Drupal gerade wegen seiner kommunikativen Fähigkeiten, die es ab Werk mitbringt. Die kommen bei derAufgabenstellung gerade nicht zum Zug (Forum, Multiblog). Interessanten fände ich, die Systeme bei der Lösung von Detailaufgaben zu vergleichen, z.B. komplexe Layouts, die frei mit Inhalten befüllt werden können (das wurde kurz erwähnt. Es ist eine der Stärken von TYPO3), oder die einfache und saubere Erstellung neuer Inhaltselemente (hier finde ich Drpal einfach am besten).

Mathias Arzberger
am 23.10.2015 - 18:55

Es wundert mich nicht das Contao den Platz 1 einnimmt. Auch im Agenturalltag stellen wir oft fest das die Anwender und Redakteure viel besser mit dem Backend zurechtkommen als bei anderen Sytemen.
 

Stephen Häbich
am 26.10.2015 - 13:51

Also ich muss auch sagen, ich bin begeistert. Ich verwende selbst gerne Contao und finde es einfach überragend :)

Torsten
am 11.11.2015 - 09:47

Als Contao-Agentur freut uns das Testergebnis natürlich. Allerdings hätte ich auch gerne die aktuelle Version von Contao im Startblock gesehen. 

Dominik Scholz
am 24.11.2015 - 22:08

Das erste Mal, dass ich von einem Screenguide-Artikel richtig enttäuscht bin, schade.

Wenn offenbar relativ früh klar war, dass der Test nicht die nötige Tiefe erreichen wird, hätte man doch z.B. auf ein verständliches Schulnotensystem zurückgreifen können, um wenigstens die Bewertung greifbar zu machen. Die verwendete Kombi aus Rating und Ranking, die zudem erst lang und kompliziert erklärt werden musste, war für mich weder nachvollziehbar noch besonders transparent, eher mühsam zu lesen und kaum zu verstehen.

Dass dann TYPO3 trotz offensichtlich geringer Eignung für den Test Case und altbackenem Backend auf einem der vorderen Plätze landet, führe ich (wie sicher viele andere Leser) auf die T3-Affinität des Autors zurück. Warum lasst ihr einen solchen Test nicht von jemandem vornehmen, der eine ausgewogenere Perspektive einnehmen kann, um die verschiedenen CMS fair miteinander zu vergleichen (denn das war ja der Titel des Artikels). Dieses Ungleichgewicht aber kurzerhand durch die Statements der CMS-Experten ausgleichen zu wollen, hinterlässt letztlich einen eher hilflosen Eindruck bei mir. Warum waren die Experten z.B. nicht schon beim eigentlichen Test mit an Bord? Und dass zum Teil veraltete Versionen getestet wurden, habt ihr geschickterweise erst am Schluss verraten, sonst hätte ich nämlich gar nicht weitergelesen.

Was ist denn nun genau die Aussage dieses Artikels? Es gibt gar keine, oder?

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